MOMO – Zeit schenken: Theater auf unserem Schulhof

Veröffentlicht am 5. Oktober 2026.

Für die Kinder der 3. und 4. Kl., die montags im NAMI sind, gab es auf dem Schulhof (28.09.26) etwas ganz Besonderes: Das mobile Theaterprojekt „MOMO – Zeit schenken“ brachte eine Geschichte zu uns.

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Alle Kin­der, die mon­tags im NAMI sind, ha­ben die­se Auf­füh­rung er­lebt. Auch ihre El­tern durf­ten da­bei sein – etwa 30 El­tern nah­men die Ein­la­dung ger­ne an. So wur­de aus dem Thea­ter­be­such ein schö­nes ge­mein­sa­mes Er­leb­nis für Kin­der und Er­wach­se­ne.

Statt in ein Thea­ter zu fah­ren, kam die Schau­spie­le­rin Ka­tha­ri­na Wi­ter­zens mit ih­rer au­ßer­ge­wöhn­li­chen In­sze­nie­rung zu uns. Mit ei­ner trans­por­ta­blen Ku­lis­se ver­wan­del­te sie den Schul­hof kur­zer­hand in ein klei­nes Am­phi­thea­ter, und schon konn­te das Aben­teu­er be­gin­nen.

Im Mit­tel­punkt der Ge­schich­te steht Momo, ein neu­gie­ri­ges Mäd­chen mit ei­ner ganz be­son­de­ren Gabe: Sie kann zu­hö­ren. Wirk­lich zu­hö­ren. Doch dann tau­chen die un­heim­li­chen Grau­en Her­ren auf. Sie wol­len den Men­schen ihre Zeit steh­len und über­zeu­gen sie da­von, im­mer schnel­ler zu ar­bei­ten und mög­lichst kei­ne Zeit zu ver­lie­ren. „MOMO – Zeit schen­ken“ er­zählt eine Ge­schich­te über Freund­schaft, Mut, Ent­schleu­ni­gung und die Be­deu­tung ge­mein­sa­mer Zeit. Die Kin­der konn­ten mit Momo mit­fie­bern, über die Fi­gu­ren la­chen und sich von der fan­ta­sie­vol­len In­sze­nie­rung ver­zau­bern las­sen. Ge­mein­sam mit Momo be­geg­ne­ten die Zu­schaue­rin­nen und Zu­schau­er auf ih­rer aben­teu­er­li­chen Rei­se vie­len be­son­de­ren Fi­gu­ren: dem wei­sen Meis­ter Hora, der lang­sa­men Schild­krö­te Kas­sio­peia, ei­nem Wal­fisch und so­gar zau­ber­haf­ten Blu­men. Mit viel Hu­mor, Fan­ta­sie und be­ein­dru­cken­der Kör­per­spra­che ließ Ka­tha­ri­na Wi­ter­zens ihre Fi­gu­ren le­ben­dig wer­den. Im flie­gen­den Wech­sel schlüpf­te sie in die un­ter­schied­li­chen Rol­len und nahm Kin­der und Er­wach­se­ne mit in Mo­mos zau­ber­haf­te Welt.

Doch da­mit war das Thea­ter­pro­jekt noch nicht vor­bei. Am dar­auf­fol­gen­den Mon­tag (05.10.26) fan­den zwei Work­shops für ins­ge­samt 36 Kin­der statt, die be­reits die Auf­füh­rung ge­se­hen hat­ten. Nun durf­ten die Kin­der selbst ak­tiv wer­den, aus­pro­bie­ren und in die Welt des Thea­ters ein­tau­chen. Was macht ei­gent­lich eine Fi­gur le­ben­dig? Wie kann man mit dem ei­ge­nen Kör­per eine Rol­le dar­stel­len? Wie er­zählt man eine Ge­schich­te, ohne vie­le Wor­te zu be­nut­zen? Mit viel Fan­ta­sie und Spiel­freu­de konn­ten die Kin­der ei­ge­ne Er­fah­run­gen mit Schau­spiel, Be­we­gung und Fi­gu­ren sam­meln. Aus Zu­schaue­rin­nen und Zu­schau­ern wur­den so selbst klei­ne Schau­spie­le­rin­nen und Schau­spie­ler.

Mi­cha­el Ende hat es ein­mal so for­mu­liert: „Die Zeit ist das Le­ben, und das Le­ben wohnt im Her­zen.“ Ein schö­nes Mot­to für ein Thea­ter­pro­jekt, das Kin­der und Er­wach­se­ne glei­cher­ma­ßen zum Stau­nen, La­chen, Mit­ma­chen und Nach­den­ken ein­ge­la­den hat.

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